Aktuelles aus dem Museum

(März 2017)

Museumsprojekte

Im Jahr 2016 gab es drei spannende Sonderausstellungen, nämlich zu “Zypern” (17.6. bis 21.8.2016), zur “Archäologie in Münster” (z.B. zu den spektakulären Funden der Domgrabung: 3.9. bis 30.10.2016; die Präsentation wurde bis zum 13.11.2016 verlängert) sowie eine Ausstellung zum Thema “Tod und Ewigkeit” (18.11.2016 bis 22.1.2017), in deren Mittelpunkt die frisch restaurierte Münsteraner Mumie stand.

Seit Ende Januar 2017 ist das Museum geschlossen. Es wird derzeit umgebaut und großflächig erweitert und öffnet wieder zur Münsteraner Friedensausstellung 2018.

(November 2016)

Am 18. November 2016 wurde die letzte Sonderausstellung vor dem Umbau eröffnet:

Tod und Ewigkeit

Die wissenschaftliche Erforschung der Münsteraner Mumie war Ausgangspunkt für Fragen nach dem Umgang mit Verstorbenen – nicht zuletzt nach unserem Umgang mit der Präsentation von Mumien in Museen. In der Ausstellung, die auch die frisch restaurierte Mumie und ihren Holzsarg zeigt, werden die Ergebnisse dieses Dialogs zwischen Ägyptologen, Mumienforschern und Philosophen dargestellt und die Besucher sind eingeladen, sich ihren eigenen Zugang zu diesem komplexen Thema zu erarbeiten.

!!! VERLÄNGERT BIS ZUM 13. November 2016 !!!

Vom 3. September bis zum 30. Oktober 2016 lief die Sonderausstellung:

Fundsache Münster

2001 eingerichtet hat die Stadtarchäologie als Teil der städtischen Denkmalbehörde in Münster mit mehr als 230 durchgeführte Maßnahmen viele wissenschaftlich interessante Funde und Befunde aufdecken können, die ein zeitliche Spanne von der frühesten Besiedlung über das Mittelalter bis hin zur Neuzeit abdecken. Anhand ausgewählter Beispiele wird die Ausstellung einen Zwischenbericht über Arbeit und Ergebnisse der Stadtarchäologie der zurückliegenden 15 Jahre geben und Einblicke in das historische Alltagsleben sowie die Stadtentwicklung Münsters vermitteln.

Vom 17. Juni bis 21. August 2016 lief die Sonderausstellung:

Zypern – drei Ausschnitte

Vor 20 Jahren wurde an der WWU Münster das Institut für Interdisziplinäre Zypern-Studien gegründet. Dieses Jubiläum ist Anlass für eine dreigliedrige Ausstellung, die das Institut gemeinsam mit dem Archäologischen Museum konzipiert hat.

Es werden (1) antike zyprische Objekte u. a. aus den Beständen des Archäologischen Museums gezeigt; Schwarz-Weiß-Fotografien der Bank of Cyprus Cultural Foundation von der Wende des 19. zum 20. Jahrhundert (2) vermitteln Einblicke in eine längst vergangene Zeit und zeitgenössische Objekte der Künstlerin Angela B. (3) kreisen um das Thema Kupfer – ein bewusster Bezug zu Zypern, dessen griechischer Name Κύπρος übersetzt “Kupfer” heißt.

Bis Februar 2016 war eine kleine Studioausstellung zu sehen:

Plastik³ – Skulpturen aus der Maschine. 3D-Druck in der Archäologie. Die Rekonstruktion der Skulpturen der Grotte von Sperlonga

Mit der Grotte von der Sperlonga hat sich ein ungewöhnlicher antiker Präsentationsraum mit seiner Ausstattung erhalten. Ziel der kleinen Studioausstellung war es, die Wirkung antiker Bildwerke in dem für sie geschaffenen Raum zu erfahren. Denn bisher wurden Rekonstruktionen anhand von Zeichnungen und Fotomontagen erstellt. Hier bot sich nun die Gelegenheit, mittels neuartiger Vermessungsmethoden und einem 3-D-Ausdruck von Grotte und Skulturenausstattung einen realistischeren Eindruck der Größenverhältnisse zu erhalten.

Von September bis November 2015 war folgende Sonderausstellung zu sehen:

LICHTgestalten. Hologramme bringen Licht in das Dunkel der Vergangenheit

Hell leuchtet die Marmorbüste der Göttin Isis auf, dreidimensional erfahrbar und zum Greifen nah. Der zweite Blick verrät jedoch: nicht das Original selbst steht dem Betrachter gegenüber, sondern lediglich eine unscheinbare ‚Glasplatte‘, auf der ein wirklichkeitsgetreues, holographisches Abbild der fast 2000 Jahre alten Statuette erscheint.

Anlässlich des von der UNESCO ausgerufenen Internationalen Jahres des Lichts 2015 zeigt das Archäologische Museum der Universität Münster eine Auswahl an Hologrammen, auf denen antike Artefakte dokumentiert sind, und kombiniert diese z. T. mit Originalen.

Archäologische Ausgrabungen haben zur Folge, dass Erzeugnisse menschlichen Schaffens der Vergangenheit dem Erdboden entnommen und somit der Gefahr der Zerstörung ausgesetzt werden. Reproduktionen, etwa in Form von Zeichnungen oder Fotografien, schenken dem Objekt eine Art ‚zweites Leben‘ und machen es zudem Forschern weltweit zugänglich. Der Nachbildung von antiken Artefakten im Licht des technologischen Fortschritts widmet sich die Sonderausstellung, die durch Leihgaben von Münsteraner Altertumsforschern und die Hologramme der Sammlung Gert von Ballys ergänzt wird.

Die Ausstellung wurde aufgrund des großen öffentlichen Interesses bis zum 29.11.2015 verlängert.

(April 2015)

Sonderausstellung “Vasen Bilder Welten” (11.4. bis 12.7.2015)

Insgesamt 115 bemalte Tongefäße der Sammlung Dr. Dietmar Jordan wurden in dieser Sonderausstellung präsentiert – 61 davon erstmalig in der Öffentlichkeit. Es sind zumeist Vasen aus dem griechischen Kulturraum und einige wenige aus dessen Nachbargebieten, die einen Zeitraum von fünf Jahrhunderten (8. – 3. Jh. v. Chr.) entstammen.

An einigen Mai-Sonntagen fanden Führungen durch die Ausstellung statt.

Ein ausführlicher und reich bebilderter Katalog zur Ausstellung von Matthias Bensch, Nadine Theißing-Innemann und H.-Helge Nieswandt ist im Nünnerich-Asmus-Verlag erschienen und für 39,90 Euro im Museumsshop zu erwerben.

(Juni 2014)

Sonderausstellung “Zwischen Hellespont und Nemrud Dag” im Archäologischen Museum (27.6. bis 12.10.2014)

Anlässlich des deutsch-türkischen Wissenschaftsjahres 2014 präsentierten das Archäologische Museum und der Exzellenz-Cluster der WWU Münster die Ausstellung „Zwischen Hellespont und Nemrud Dağ – 80 Jahre Münsteraner Forschung in der Türkei“. Die Ausstellung zeigte u.a. einen Rückblick auf Großprojekte in Kommagene, die vor allem dem Herrscherkult in dieser reizvollen Landschaft zwischen Taurus und Euphrat auf der Spur waren. Trotz größter Anstrengungen hat sich allerdings ein immer noch ungelöstes Rätsel erhalten: Wo befindet sich die Grabkammer des Königs Antiochos I. von Kommagene auf dem Nemrud Dağ?

Die Zusammenarbeit verschiedener Forschungsdisziplinen unter Prof. Friedrich-Karl Dörner ist richtungsweisend gewesen. In dieser Tradition stehen auch aktuelle Münsteraner Projekte in der Türkei – in Patara und auf dem Berg Dülük Baba Tepesi –, die ebenso vorgestellt wurden wie wissenschaftliche Tätigkeiten in Pergamon, Alexandria Troas oder Lysimacheia. Dank des Dörner-Archivs, das sich in der Forschungsstelle „Asia Minor“ befindet, konnten neben dessen persönlichem Forschungsequipment auch Grabungsfunde aus der Residenzstadt Arsameia am Nymphaios präsentiert werden. Das LWL-Museum für Kunst und Kultur / Westfälisches Landesmuseum steuerte Fundmünzen bei: vom Kleingeld aus Bronze bis zum Großgeld in Gold, von der Spätklassik bis in die hochmittelalterliche Zeit.

 

Die Ausstellung wurde wegen des großen Besucherinteresses verlängert und war bis zum 12. Oktober 2014 zu sehen.

Der Katalog zur Ausstellung ist für 10 Euro im Museumsshop zu erwerben.

Die neue Internetseite der GEFAM geht online!

Nach langem und intensivem Arbeitsprozess geht die neue Internetseite des Vereins zur Förderung des Archäologischen Museums online. Die Seite informiert Sie über die Tätigkeitsfelder der GEFAM e.V., Möglichkeiten zur Mitarbeit und vermittelt anschauliche Eindrücke von Projekten, Ausstellungen und Arbeiten, die in Zusammenarbeit mit der GEFAM e.V. realisiert werden konnten.